VDP - Pressemitteilung


Pressemitteilung des VDP Sachsen-Anhalt vom 01. Oktober 2007


2. Tage der freien Schulen in Sachsen-Anhalt fanden erfolgreiches Ende

Am 29.09.07 gingen in Sachsen-Anhalt die 2. Tage der freien Schulen, die eine Woche zuvor unter dem Motto „Freie Schulen: Offen für Jeden!“ gestartet waren, zu Ende.

Nach Einschätzung von Jürgen Banse, Geschäftsführer des VDP Sachsen-Anhalt, haben die landesweiten Aktionstage ihr Ziel erreicht: „In etwa 70 Veranstaltungen (z. B. Ausstellungen, Konzerte, Tage der offenen Tür) konnten die freien allgemein- und berufsbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt auf ihre vielfältigen pädagogischen Konzepte sowie ihre innovativen Leistungen aufmerksam machen. Die beiden zentralen Veranstaltungen der Aktionstage in Halle und Magdeburg waren außerordentlich gut besucht und stießen auch auf ein nicht unerhebliches mediales Interesse.“

Während in Halle ein sehr informatives und kurzweiliges Seminar mit dem Hamburger Bildungsexperten Prof. Peter Struck stattfand, bei dem vor allem die Lehrkräfte der freien Schulen u. a. mit den aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung vertraut gemacht worden, diskutierten in der überfüllten Aula des Ökumenischen Domgymnasiums Magdeburg die Fraktionsvorsitzenden der Landtagsparteien mit Vertretern der freien Schulen über das brisante Thema „Freie Schulen: Stiefkinder der Politik?“.

In dieser sehr emotional geführten Diskussion entzündete sich ein Streitgespräch insbesondere an der von Privatschulvertretern geäußerten These, dass die Schüler freier Schulen von der Politik oftmals wie Schüler zweiter Klasse behandelt würden. „Dies hat etwas damit zu tun, dass für die Schüler freier Schulen im Durchschnitt deutlich weniger Geld durch die Öffentliche Hand aufgebracht wird als für die Schüler vergleichbarer staatlicher Schulen. Die freien Schulen sind deshalb im Regelfall dazu gezwungen, ein nicht unerhebliches Schulgeld zu erheben, was möglicherweise von nicht allen Eltern aufgebracht werden kann. Die freien Schulträger haben aber gar kein Interesse, fast nur Kinder von Ärzten, Managern, Anwälten oder Politikern aufzunehmen. Es liegt in der Hand der Politik, dies zu ändern.“, so nochmals Banse.

Hinsichtlich der vom Kultusministerium beabsichtigten Schulgesetzesnovelle, mit der u. a. auf ein Urteil des OVG Magdeburg hinsichtlich der bisher durch das Land zu gering geleisteten Finanzhilfe für freie Schulen reagiert werden soll, sagten alle Vertreter der Landtagsparteien den freien Schulen ihre Unterstützung zu.   

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Jürgen Banse
Geschäftsführer VDP Sachsen-Anhalt