VDP - Pressemitteilung


Pressemitteilung des VDP Sachsen-Anhalt vom 10. Oktober 2012 (Nr. 03/12)


Aktuelle Untersuchungen belegen Versäumnisse der Arbeitsagenturen und Jobcenter: VDP Sachsen-Anhalt fordert nachhaltigere Arbeitsmarktpolitik

Durch mehrere während der letzten Wochen veröffentlichte Untersuchungsergebnisse u. a. des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sieht sich der VDP Sachsen-Anhalt in seinen Forderungen an die arbeitsmarktpolitisch Verantwortlichen klar bestätigt. Der Verband macht seit Jahren immer wieder darauf aufmerksam, dass gerade die Geschäftspolitik einiger Arbeitsagenturen und Jobcenter wenig nachhaltig angelegt ist. „Es sollte doch darum gehen, alle Arbeitslose entsprechend ihrer Vorbildungen und Fähigkeiten individuell so zu fördern und zu fordern, dass diese nachhaltig in eine sozialversicherungspflichtige und unsubventionierte Beschäftigung vermittelt werden können. Man kann sich jedoch nicht des Eindrucks erwehren, dass in einigen Arbeitsverwaltungen der Fokus lediglich auf das kurzfristige stichtagsbezogene Erreichen einer vermeintlich guten Arbeitsmarktstatistik gerichtet ist.“, so Jürgen Banse, Geschäftsführer des VDP Sachsen-Anhalt.

Als Beleg verweist er auf die innerhalb von 2 Jahren um nahezu 50 Prozent zurückgegangenen Neueintritte von Arbeitslosen in zielgerichtete berufliche Weiterbildungsmaßnahmen (s. Anhang) und die gleichfalls stark rückläufigen Förderungen der Berufsausbildungen von sozial benachteiligten Jugendlichen.

Laut Auskunft der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen sind allein in Sachsen-Anhalt seit Einführung des Hartz-IV-Gesetzes im Januar 2005 fast 71.000 Frauen und Männer dauerhaft auf die Grundsicherungsleistungen angewiesen. Das sind fast ein Drittel aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (31,8 Prozent) und stellt damit den negativen bundesweiten Spitzenwert dar.

Zudem hatten die Arbeitsmarkt-Fachleute des IAB in ihren jüngsten Kurzberichten u. a. folgende Untersuchungsergebnisse veröffentlicht:

 


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