VDP - Pressemitteilung

 

Pressemitteilung des VDP Sachsen-Anhalt vom 20. September 2005

Teilnehmer der Podiumsdiskussion einig: Freie Schulen oft näher am Arbeitsmarkt!

Trotz teilweiser unterschiedlicher Auffassungen im Detail waren sich die Diskutanten der Podiumsdiskussion „Freie Schulen: Näher am Arbeitsmarkt?“ grundsätzlich einig: Schulen in freier Trägerschaft können im Regelfall flexibler auf die Anforderungen der Wirtschaft reagieren und ihre Schüler oftmals auch besser auf ihr späteres Arbeitsleben vorbereiten.
Die auf ein reges Zuschauerinteresse stoßende Diskussion fand als ein Höhepunkt der vom 17. bis 24. September 2005 erstmalig veranstalteten „Tage der freien Schulen in Sachsen-Anhalt“ im Festsaal der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau statt.

Prof. Dr. Peter Heimann, Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, beklagte die immer häufiger fehlende Ausbildungsreife bei Jugendlichen. Es mangele ihnen oft an mathematischen und sprachlichen Grundkenntnissen sowie sozialen Kompetenzen. Durch freie Schulen werde hingegen der Wettbewerbsgedanke um die besten Schulen, die besten pädagogischen Konzepte und die engagiertesten Lehrer gestärkt.

Kultusstaatssekretär Winfried Willems verwies auf die Schwierigkeiten, mit denen das staatliche Schulwesen zu kämpfen habe. Als Vorteil der freien Schulen sieht er vor allem an, dass diese sich ihre Lehrkräfte selbst aussuchen könnten. Auf viele zuvor an freien Schulen bewährte Konzepte würden inzwischen auch immer mehr staatliche Schulen zurückgreifen.

Der Oberbürgermeister der Stadt Aschersleben, Andreas Michelmann, schilderte, wie sehr die Qualität der Kindertagesstätten der Stadt nach deren Privatisierung gestiegen sei. „Jetzt lernen die Kinder schon im Kindergarten Englisch oder sie führen ökologische Projekte durch. Das wäre auch schon früher möglich gewesen, aber erst nach der Privatisierung setzten die Mitarbeiter solche Ideen um.“, so Michelmann. Wegen dieser guten Erfahrungen und weil auch häufig ansiedlungswillige Unternehmen auf schulische Alternativen achten, habe die Stadt Aschersleben mehrere Gründungsinitiativen von freien Schulen unterstützt.

Als Vertreter der freien Schulen berichteten Dr. Karin Köhli (BBI Halle) und Burkhard Schmitt (Christophorusgymnasium Droyßig), wie sie ihre Schüler z. B. durch gezieltes Bewerbungstraining und zusätzlichen Wirtschaftsunterricht auf das spätere Arbeitsleben vorbereiten.

Am 22.09.05 findet im Ökumenischen Domgymnasium Magdeburg eine weitere Podiumsdiskussion zu dem Thema: „Freie Schulen: Dulden oder aktiv fördern?“ statt.

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Jürgen Banse
Geschäftsführer VDP Sachsen-Anhalt