VDP - Pressemitteilung

 

Pressemitteilung des VDP Sachsen-Anhalt vom 28. September 2005

Erstmalig veranstaltete Tage der Freien Schulen in Sachsen-Anhalt stießen auf große Resonanz

Unter der Schirmherrschaft des sachsen-anhaltinischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Böhmer fanden vom 17. bis 24. September 2005 erstmalig in einem Flächenbundesland überhaupt Tage der Freien Schulen in Sachsen-Anhalt statt. Die Aktionstage standen unter dem Motto: „Freie Schulen: Offen für Jeden!“. Veranstalter waren der VDP Sachsen-Anhalt e. V. und die Arbeitsgemeinschaft der christlich-orientierten Schulen des Bundeslandes.

Ziel der Veranstalter war es, die Öffentlichkeit und Politik auf die vielfältigen Möglichkeiten und Chancen der freien allgemein- und berufsbildenden Schulen im Land aufmerksam zu machen. Durch das Motto „Offen für Jeden!“ sollte zugleich symbolisiert werden, dass die freien Schulen grundsätzlich allen Bevölkerungsschichten – unabhängig vom individuellen „Geldbeutel“ – zur Verfügung stehen.

„Dies ist uns auch gelungen.“, schätzt Jürgen Banse, Geschäftsführer des VDP Sachsen-Anhalt, ein. „Die Veranstaltungen der Schulen und unsere Podiumsdiskussionen stießen auf eine große Resonanz, auch die Medien berichteten während der Aktionswoche verstärkt über die Situation der freien Schulen in Sachsen-Anhalt.“.

Über die Verteilung von Plakaten (gestaltet von einer Schülerin der Medizinischen Berufsakademie Naumburg) wurden die Tage der freien Schulen im Land bekannt gemacht. In der Woche vom 17. bis 24. September wurden an verschiedenen freien Schulen landesweit mehr als 70 öffentliche Veranstaltungen angeboten, u. a. Tage der offenen Tür, Ausstellungen, Konzerte, Theatervorführungen oder Schnupperstunden. Schon diese Veranstaltungen lieferten ein beredetes Zeugnis über die Vielfalt der pädagogischen Konzepte der im Land bestehenden Schulen in freier Trägerschaft.

Darüber hinaus fanden zwei prominent besetzte Podiumsdiskussionen statt. Die in der ersten Veranstaltung aufgeworfene Frage „Freie Schulen: Näher am Arbeitsmarkt?“ wurde trotz teilweiser unterschiedlicher Auffassungen in Detailfragen von allen Diskutanten positiv beschieden.
Winfried Willems, Staatssekretär im Kultusministerium, oder auch Prof. Dr. Peter Heimann, Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, betonten, dass die Schulen in freier Trägerschaft ihre Absolventen häufig nicht nur besser auf ihr künftiges Arbeitsleben vorbereiten, sondern auch den Wettbewerbsgedanken um die besten Schulen stärken.

In der zweiten Podiumsdiskussion ging es um das Thema „Freie Schulen: Dulden oder aktiv fördern?“. Hieran nahmen u. a. die Fraktionsvorsitzenden der Landtagsparteien Sachsen-Anhalts und der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Privatschulen, Peter Susat, teil. Auch die Politiker brachten parteiübergreifend ihre Wertschätzung für die Arbeit der freien Schulen zum Ausdruck, hatten jedoch unterschiedliche Ansichten zu deren Finanzierung.

Peter Susat forderte die Spitzenpolitiker auf, sich in den Wahlprogrammen ihrer Parteien (Anmerkung: Am 26.03.06 wird in Sachsen-Anhalt der Landtag neu gewählt) eindeutig zu den Schulen in freier Trägerschaft zu bekennen und für eine auskömmliche Finanzierung auch der sogenannten Ergänzungsschulen einzutreten.


Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Jürgen Banse
Geschäftsführer VDP Sachsen-Anhalt