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VDP Sachsen-Anhalt steht für den Erhalt einer freien und vielfältigen Bildungslandschaft

Mit Blick auf die Landtagswahl am 6. September 2026 haben Bildungsinstitutionen und Bildungsorganisationen aus Sachsen-Anhalt eine gemeinsame Stellungnahme gegen die Bildungspläne der AfD veröffentlicht. Darin setzen sie sich für den Erhalt einer freien, vielfältigen und inklusiven Bildungslandschaft ein und warnen vor den bildungspolitischen Vorhaben der Partei.

Der VDP Sachsen-Anhalt hat sich dieser Erklärung von Akteuren der frühkindlichen, schulischen sowie außerschulischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt angeschlossen.

Stellungnahme hier lesen

Das Programm der AfD Sachsen-Anhalt zur bevorstehenden Landtagswahl kündigt einen grundlegenden Umbau des Bildungssystems an – mit weitreichenden Eingriffen in Inhalte, Strukturen und pädagogische Praxis. So fordert die Partei unter anderem, dass Lehrkräfte ihre eigene politische Meinung weniger einbringen sollen. Zudem solle Unterricht stärker an nationaler Identität und patriotischen Themen ausgerichtet werden, darunter auch das Kaiserreich.

Die Unterzeichner lehnen die von der AfD geplante Abschaffung der Inklusion ab – also von Klassen, in denen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. Ebenso warnen sie vor einer möglichen Aufweichung der Schulpflicht durch die Zulassung von privatem Hausunterricht. Diese Vorhaben werden als fundamentaler Bruch mit zentralen Prinzipien staatlicher Bildungsverantwortung bewertet, der weitreichende Folgen für Bildungsbiografien und gesellschaftliche Teilhabe hätte.

Zudem sehen die Unterzeichner Pläne kritisch, den Zugang zum Gymnasium zu begrenzen, die soziale Durchlässigkeit des Bildungssystems einzuschränken und die Studienförderung stärker leistungsorientiert auszurichten.

In der Stellungnahme heißt es, man bekenne sich zu einem Bildungssystem, in dem Träger unabhängig von politischer Wohlgefälligkeit gefördert werden und Menschen jeden Alters gleichberechtigten Zugang zu Bildung haben. Bildung solle Menschen stärken statt formen und Vielfalt als Ressource verstehen, nicht als Bedrohung.

Ziel des Bündnisses ist es, die Bildungslandschaft vor politischer Vereinnahmung zu schützen.

Zu den Unterzeichnern gehören neben dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unter anderem auch der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt, die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Landesverband der Volkshochschulen Sachsen-Anhalt, die Edith-Stein-Schulstiftung sowie die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland.

Abschließend heißt es in der Stellungnahme:

„Diese Bildungslandschaft ist das Ergebnis jahrzehntelanger demokratischer Entwicklung und gesellschaftlichen Engagements. Sie gegen politische Vereinnahmung und ideologische Verengung zu verteidigen, bleibt unsere gemeinsame Verantwortung.“

 
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