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VDP Sachsen-Anhalt fordert: Weiterbildungs- und Integrationskurse stärken, um Fachkräfte zu sichern

Der VDP Sachsen-Anhalt hat sich mit einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten des Landes gewandt und appelliert, die Beratungen zum Bundeshaushalt 2027 für eine nachhaltige Stärkung der Weiterbildungs- und Integrationsangebote zu nutzen.

Unter der Überschrift „Lehre aus dem Bildungsbericht 2026: Weiterbildungs- und Integrationskursangebote stärken – Fachkräfte sichern, Sozialversicherungssysteme entlasten, Masterplan Zukunftsgeneration umsetzen“ fordert der Verband eine verlässliche Finanzierung der Integrations- und Berufssprachkurse sowie bessere Rahmenbedingungen für die Weiterbildungsträger.

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Anlass des Schreibens sind der aktuelle Bildungsbericht 2026, das gemeinsame Positionspapier zahlreicher Weiterbildungs-, Sozial- und Wirtschaftsverbände „Wort halten! Budget für Integrationskurse erhöhen!“ sowie der Masterplan Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalt. Alle drei kommen zu einem ähnlichen Ergebnis: Ohne Sprachförderung, Weiterbildung und berufliche Qualifizierung wird der wachsende Fachkräftebedarf in Deutschland und insbesondere in Sachsen-Anhalt nicht zu decken sein.

„Integrationskurse sind weit mehr als Sprachunterricht. Sie sind ein entscheidender Baustein für die Fachkräftesicherung, gelingende Integration und die langfristige Stabilisierung unserer Sozialversicherungssysteme“, erklärt VDP-Geschäftsführer Jürgen Banse.

Der VDP weist darauf hin, dass Sachsen-Anhalt aufgrund des demografischen Wandels besonders stark vom Fachkräftemangel betroffen ist. Private und gemeinnützige Weiterbildungsträger leisten bereits heute einen wesentlichen Beitrag, indem sie Sprachkompetenz vermitteln, berufliche Qualifizierungen ermöglichen und Menschen auf Ausbildung und Beschäftigung vorbereiten.

Gleichzeitig sieht der Verband die bestehenden Strukturen gefährdet. Die vorgesehenen Bundesmittel reichen aus Sicht des VDP nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf dauerhaft abzudecken. Hinzu kommen seit Jahren nicht ausreichend angepasste Kostenerstattungssätze für Kursträger sowie Mindesthonorare für Lehrkräfte, obwohl die Kosten erheblich gestiegen sind. Kurzfristige Änderungen bei den Zugangsvoraussetzungen erschweren zudem eine verlässliche Planung.

Der VDP Sachsen-Anhalt fordert deshalb unter anderem, sich im Bundestag für diese Maßnahmen einzusetzen:

• eine bedarfsgerechte und verlässliche Finanzierung der Integrations- und Berufssprachkurse im Bundeshaushalt 2027,
• eine Verstetigung der Bundesmittel für mehr Planungssicherheit,
• eine sachgerechte Anpassung der Kostenerstattungssätze für die Kursträger und der Mindesthonorare für Lehrkräfte an die Kosten- und Tarifentwicklung,
• einen frühzeitigen Zugang zu Integrationskursen für alle Menschen mit realistischer Bleibeperspektive,
• eine stärkere Verzahnung von Integrationskursen, Berufssprachkursen, beruflicher Weiterbildung und Arbeitsförderung sowie
• die dauerhafte Stärkung der Weiterbildungsträger als Partner von Arbeitsagenturen, Jobcentern, Wirtschaft und Schulen.

Nach Auffassung des Verbandes können die Ziele des Masterplans Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalt nur erreicht werden, wenn Bund und Länder gemeinsam in eine leistungsfähige Bildungs- und Integrationsinfrastruktur investieren. Investitionen in Weiterbildung und Sprachförderung sind keine konsumtiven Ausgaben, sondern Zukunftsinvestitionen, die den Fachkräftemangel mindern, die Sozialversicherungssysteme stärken und langfristig öffentliche Haushalte entlasten.

 
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